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Wednesday, 13. December 2017

Weinbauregion Rhône

Das Rhônetal besteht aus zwei recht unterschiedlichen Regionen: Im nördlichen Teil, den Côtes du Rhône septentrionales wachsen auf 4100 ha überwiegend Steillagen rassige und lagerfähige, zumeist reinsortige Weine aus Syrah, Viognier, Marsanne und/oder Roussanne. Appellationen sind Château-Grillet, Condrieu, Cornas, Côte-Rôtie, Crozes-Hermitage, Hermitage und Saint-Joseph.
Im südlichen, zum Mittelmeer geöffneten, Teil des Rhônetals herrscht ein mediterranes Klima. Hier wachsen auf 69.000 ha Anbaufläche überwiegend Rotweine, denen die Grenache Körper und Geschmeidigkeit verleiht. Syrah und Mourvèdre geben ihnen eine festere Struktur. Die Spitze der Produktion bildet der Châteauneuf-du-Pape, Frankreichs körperreichster Wein. Weitere Gewächse sind Gigondas, Lirac, Tavel, Vacqueyras, Beaumes-de-Venise und Vinsobres. Der Löwenanteil der Produktion entfällt jedoch auf die regionalen und subregionalen Appellationen Côtes-du-Rhône, Côtes du Rhône Villages, Coteaux du Tricastin, Côtes du Ventoux, Côtes du Luberon, Côtes du Vivarais und Coteaux de Pierrevert.

Weinbauregion Savoyen

Weißweingegend, AOC- und VDQS-Weine

Lyon

Lyon

Lyon (deutsch veraltet: Leyden, lat. Lugdunum) ist die Hauptstadt der Region Rhône-Alpes und des Départements Rhône im Osten Frankreichs.
Die Stadt liegt am Zusammenfluss der Rhône und der Saône. Mit circa 466.400 Einwohnern ist sie nach Paris und Marseille die drittgrößte Stadt des Landes. Der rund 1,3 Millionen Einwohner zählende Ballungsraum ist der zweitgrößte Frankreichs nach der Île-de-France, dem Großraum Paris mit ca. 11,5 Millionen Einwohnern.
Die Altstadt Lyons wurde 1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Lyon ist ein Bistum der römisch-katholischen Kirche – Bischofssitz ist die Kathedrale Saint-Jean in der Altstadt. Markanter ist jedoch die Basilika Notre-Dame de Fourvière. 1871 auf der Spitze des gleichnamigen Hügels errichtet, überragt sie die gesamte Stadt.
Die Lyoner Gastronomie genießt einen exquisiten Ruf: Die gepriesene Vielfalt der traditionellen Küche findet in der seltenen Kombination aus Alpen-Nähe und schiffbaren Zugang zum Mittelmeer ihren Ursprung. Nördlich und südlich der Stadt schließen sich die Weinanbaugebiete Beaujolais bzw. Côtes du Rhône an. Historisch ist die Stadt eng mit den canuts, den Seidenwebern, verknüpft, deren Handwerk während der industriellen Revolution die treibende Wirtschaftskraft war. Darüber hinaus ist Lyon als Stadt des Lichtes bekannt, dem zu Ehren jährlich am 8. Dezember die Fête des Lumières gefeiert wird.
Lyon ist die Heimatstadt des Physikers André Marie Ampère, des Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry, des Koches von Weltruhm Paul Bocuse sowie der Wegbereiter des modernen Kinos, den Gebrüdern Lumière.
Lyon ist Sitz der internationalen Polizeibehörde Interpol und der Internationalen Agentur für Krebsforschung (International Agency for Research on Cancer, kurz: IARC).

Geschichte

Lyon wurde 43 v. Chr. von den Römern unter dem Namen Lugdunum (Hügel des Lichts oder Hügel der Raben: die Etymologie ist nach wie vor umstritten) als Verwaltungszentrum Galliens gegründet; vorher bestand jedoch bereits eine keltische Siedlung. Diese Rolle hatte die Stadt über drei Jahrhunderte inne, bevor ihre Bedeutung im Zuge des Untergangs des Römischen Reiches zurückging.
Im Jahr 177 wurde hier die Märtyrerin Blandina verbrannt, die man später zur Stadtpatronin von Lyon machte. In der Spätantike bestand hier eine „Hochschule“, an der unter anderem auch Sidonius Apollinaris studierte; auch war Lyon frühzeitig Bistum bzw. Erzbistum. 461 fiel die Stadt an die Burgunden und blieb bis zur fränkischen Eroberung 534 Königsresidenz. Die Stadt wurde 725 von den Arabern, die aus Spanien kommend ins Frankenreich einfielen, verwüstet. Erst im 11. Jahrhundert erlangte Lyon wieder größere überregionale Bedeutung, als die römisch-katholische Kirche der Stadt den Hauptsitz über Gallien (Primat des Gaules) zusprach, den sie noch heute besitzt. Der Erzbischof von Lyon, der traditionell zum Kardinal erhoben wird, ist nach wie vor der Primas der katholischen Kirche in Frankreich.
Die Stadt fiel 1032, wie auch das gesamte Königreich Arelat, an das Heilige Römische Reich. In der Renaissance erlebte Lyon aufgrund des Seidenhandels einen erneuten Entwicklungsschub. 1348 wütete jedoch die Pest auch in Lyon, welches 1310 von französischen Truppen besetzt worden war.
Während der Französischen Revolution erhielt Lyon den Namen Ville sans Nom (Stadt ohne Name), da es sich durch monarchistische Umtriebe negativ hervorgetan hatte. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Lyon zu einer bedeutenden Industriestadt.
Lyon war zur Zeit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg Mittelpunkt der Résistance.

Kultur

Neben zahlreichen Theatern und Kinos bietet Lyon auch ein Opernhaus (Opéra national de Lyon), das überregionale Bedeutung hat und dessen Architektur als Meisterwerk des Architekten Jean Nouvel gilt.
Lyon ist insbesondere bekannt für sein Marionettentheater, das sich um die stadtgeschichtlich geprägte Figur des Guignol rankt.
Lyon zählt an die 30 Museen – wie zum Beispiel das Musée des Confluences –, 15 stadteigene Bibliotheken, ein Nationalorchester (Orchestre national de Lyon), ein Nationalkonservatorium sowie zahlreiche bedeutende Chöre, und gilt zudem als das gastronomisches Zentrum Frankreichs.
Ein Lyoner Straßenname dürfte weltweit wohl einmalig sein: die Straße des ersten Films. Die Straße liegt im 8. Arrondissement und befindet sich an der Stelle, an der die Brüder Lumière 1895 den vermutlich ersten Film der Welt gedreht haben. Heute kann man in dieser Straße ein Museum zur Geschichte des Films im ehemaligen Wohnhaus der Familie Lumière besichtigen. In unmittelbarer Nähe wurde für das Institut Lumière (Lichtinstitut) ein modernes Kino erbaut, an der Stelle der ehemaligen Chemiefabrik der Gebrüder.
Eine weitere kulturelle Besonderheit ist das Maison de la Danse (Tanzhaus). Dieses bietet ein vollständig auf Tanz in all seinen Formen ausgerichtetes Programm an, von klassischem Ballett über modernen Tango bis zu experimentellem Tanztheater. Alle zwei Jahre organisiert das Maison de la Danse eine jeweils unter einem anderen Thema stehende Biennale, die die gesamte Stadt im September zwei Wochen lang in eine gigantische Tanzbühne verwandelt.
Am linken Saône-Ufer, nördlich des Stadtzentrums, befinden sich die Subsistances. Es handelt sich hierbei um einen in einem alten Konvent untergebrachten Kulturkomplex, der sich den aktuellen Ausdrucksformen artistischer Kreation widmet, wie Tanz, Theater, neue Zirkusformen, Video und Computerperformances.
Der Zoo von Lyon befindet sich im Parc de la Tête d’or (Park des goldenen Kopfes), wo es auch einen See und einen botanischen Garten gibt. Auf dem Fourvière-Hügel im Westen der Stadt befindet sich ein Theater aus der Römerzeit, das auch heute noch für Aufführungen, vor allem in den Sommermonaten, genutzt wird sowie ein Odeon. Auf dem Croix-Rousse-Hügel dagegen stößt man auf die Reste des römischen Amphitheaters. Ein bemerkenswertes Bauwerk in Lyon ist der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Tour métallique de Fourvière (Metallturm von Fourvière).

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