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Tuesday, 12. December 2017

Saint-Martin-de-Ré

Saint-Martin-de-Ré

Saint-Martin-de-Ré ist der Hauptort der Île de Ré an der französischen Atlantikküste. Die umfangreiche Festungsanlage wurde im frühen 17. Jahrhundert gebaut und später von Vauban noch erheblich erweitert. Von der in Hafennähe gelegenen Zitadelle wurden früher die Sträflinge ins Bagno nach Guyana und Neukaledonien verschifft, (wie es etwa Henri Charrière in Papillon schildert). Der Hafen ist tideabhängig und fällt bei Ebbe völlig trocken. Heute ist Saint-Martin ein idyllischer, sauberer Ferienort mit ca. 2700 Einwohnern. Es gibt einen Sportboothafen mitten in der Stadt um den sich Hotels, Restaurants und Bistrots gruppieren, die zum Verweilen einladen. In den Festungsanlagen weidet heute die letzte große Eselherde der Insel. Die Tiere wurden früher zur Arbeit in den Salzgärten eingesetzt und sind heute ein attraktiver Anziehungspunkt, besonders für Kinder.
Die Befestigungsanlagen gehören seit 2008 zusammen mit anderen Werken in ganz Frankreich zum UNESCO-Weltkulturerbe "Festungsanlagen von Vauban".

Festungsanlagen von Vauban

Festungsanlagen von Vauban ist der Name einer Welterbestätte, die wichtige Festungsbauwerke des französischen Baumeister Sébastien Le Prestre de Vauban (1633-1703) zusammenfasst. Die UNESCO entschied 2008, zwölf besonders beispielhafte und gut erhaltene Anlagen durch Aufnahme in die Liste des Welterbe auszuzeichnen.
Die dreizehn Orte, in denen diese Bauwerke liegen, haben sich unter dem Namen Réseau des sites majeurs Vauban (Netzwerk der Vauban-Hauptorte) 2005 zusammengeschlossen und die Bewerbung beim Welterbekomitee vorangetrieben.
Zwei vorgeschlagene Anlagen wurden vom Komitee abgelehnt: In Belle-Île-en-Mer sei durch einen Hotelbau die Authentizität gefährdet, und das Schloss von Bazoches, der Wohnsitz Vaubans, sei keine Festungsanlage.

Liste der aufgenommenen Bauwerke

  •     Zitadelle von Arras
  •     Zitadelle, Stadtmauer und Fort Griffon in Besançon
  •     Zitadelle von Blaye, Fort Paté auf einer Insel in der Gironde und die Zitadelle von Cussac-Fort-Médoc
  •     Festungssystem von Briançon
  •     Dorée-Turm in Camaret-sur-Mer
  •     Befestigte Oberstadt von Longwy
  •     Mont-Dauphin
  •     Mont-Louis
  •     Neuf-Brisach
  •     Saint-Martin-de-Ré
  •     Saint-Vaast-la-Hougue: Türme und Befestigungen auf den Inseln La Hougue und Tatihou
  •     Fort Libéria und Stadtmauer in Villefranche-de-Conflent

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