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Thursday, 14. December 2017

Lluís Domènech i Montaner

Lluís Domènech i Montaner (* 21. Dezember 1850 in Barcelona; † 27. Dezember 1923 in Barcelona), war ein katalanischer Architekt, zeigte schon in jungen Jahren seine Leidenschaft für die Architektur und wurde zu einem hervorragenden Vertreter des Modernisme. Änfänglich studierte Lluís Domènech i Montaner Physik und Naturwissenschaften, aber nach zwei Semestern in Madrid entschloss er sich, Architektur zu studieren. 1873 schloss er sein Architekturstudium an der Universität Barcelona ab.
1997 wurden seine Werke der Palau de la Música Catalana zusammen mit dem Hospital de la Hospital de la Santa Creu i Sant Pau von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Palau de la Música Catalana
Der Palau de la Música Catalana (Palast der katalanischen Musik) ist ein Konzertsaal in Barcelona. Er wurde vom katalanischen Architekten Lluís Domènech i Montaner, einem der wichtigsten Repräsentanten des Modernisme, geplant und entworfen. Der Bau dauerte von 1905 bis 1908. Finanziert wurde er von katalanischen Textilindustriellen und Musikliebhabern - wie 60 Jahre zuvor schon das Gran Teatre del Liceu für Oper und Ballett.
Das Gebäude war ursprünglich als Sitz des katalanischen Volkschors Orfeó Català gedacht - eine Funktion, die es bis heute erfüllt. Deshalb war die Akustik des Konzertsaals auch ausschließlich auf ein optimales Klangbild für Chormusik ausgerichtet. Da mittlerweile auch klassische Instrumental- und sogar Pop- und Rockkonzerte im Palau stattfinden, musste an der Akustik des Saals gefeilt werden. Eine der dafür herangezogenen Maßnahmen war es, die originale Holzbestuhlung im Parkett und auf den Rängen durch Sitze mit schallschluckender Sitzunterseite zu ersetzen.
Der Entwurf Domènechs zeichnet sich durch großes Können und Originalität aus. In seinem Äußeren mischen sich bildhauerische Elemente, die sich auf die Musik beziehen, mit Elementen der Architektur des Barock. Im Inneren bezog der Architekt auch außergewöhnliche Baumaterialien wie Keramik und Glas ein. Saal und Bühne bilden eine harmonische Einheit. Die Bühne wird im oberen Bereich von Orgelpfeifen beherrscht.
Der Palau de la Música Catalana wurde 1971 zum Monumento Nacional erklärt. Aus diesem Anlass wurde eine gründliche Restaurierung durchgeführt. 1983 und 2004 wurde der Bau erweitert und modernisiert. Die Orgel, die durch einen Wasserschaden 30 Jahre lang defekt war, erklingt jetzt - auf Wunsch sogar computergesteuert - in neuer Pracht.

Hospital de la Santa Creu i Sant Pau
Das Hospital de la Santa Creu i Sant Pau oder kurz Hospital de Sant Pau ist ein Klinikkomplex im katalanischen Jugendstil (Modernisme) in Barcelona in Spanien.
Der katalanische Bankier Paul Gil verfügte in seinem Testament den Bau eines Krankenhauses. Mit diesen Mitteln wurde das Hospital de la Santa Creu i Sant Pau von 1902 bis 1911 vom katalanischen Architekten Lluís Domènech i Montaner entlang der Avinguda San Antoni Maria Claret errichtet. Domenèch bettete 48 voneinander unabhängige Pavillons, die für die verschiedenen medizinischen Abteilungen benötigt wurden, in eine weitläufige Gartenlanlage ein. Die Verbindungsgänge sind wie alle anderen technischen Einrichtungen unter der Erde verlegt.
Bis 1911 konnten allerdings nur ca. ein Viertel der geplanten Gebäude fertiggestellt werden. Dann waren die Mittel erschöpft. 1912 begann die zweite Bauphase. Mit der geplanten Verlegung des alten Hospital de la Santa Creu i Sant Pau aus der Stadtmitte wurde der weitere Bau der Klinik finanziert, den nach dem Tod von Luis Domènech 1923 sein Sohn Pere Domènech i Roura weiterführte.
Am 16. Januar 1930 übergab der König Alfons XIII. das neue Krankenhaus seiner Bestimmung. Heute wird das Hospital de la Santa Creu i Sant Pau immer noch als Krankenhaus genutzt.

Dieser Artikel basiert auf den Artikeln Palau de la Música Catalana und Hospital de la Santa Creu i Sant Pau aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.