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Friday, 15. December 2017

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  10. Rennes

Basisdaten

Basisdaten

  République française - Französische Republik
Wahlspruch Liberté, Egalité, Fraternité für „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“
Amtssprache Französisch
Hauptstadt Paris
Staatsform semipräsidiale Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident Nicolas Sarkozy
Regierungschef Premierminister François Fillon  
Fläche 672.352 km²
Einwohnerzahl 64.473.140 (Stand: Januar 2008)
Bevölkerungsdichte 95,9 Einwohner pro km²
BIP $2.216 Mrd. (Schätzung 2005)
BIP/Einwohner $35.727 (16.)
Währung Euro (€) 1 Euro = 100 Cent
Nationalhymne Marseillaise
Nationalfeiertag 14. Juli
Zeitzone UTC+1
Kfz-Kennzeichen F
Internet-TLD .fr
Telefonvorwahl +33

Geographie

Geographie

Insgesamt hat das „französische Mutterland” in Europa eine Fläche von 543.965 km². Frankreichs Landschaftsbild prägen überwiegend Ebenen oder sanfte Hügel im Norden und Westen. Der Rest ist gebirgig, Hauptgebirge sind die Pyrenäen im Südwesten, das Zentralmassiv und die Alpen im Südosten. Der höchste Berg Frankreichs und höchster Berg der Alpen ist der Montblanc (4.808 Meter). Aufgrund seiner Form wird Frankreich auch als l'Hexagone (Sechseck) bezeichnet.
Die mit Abstand wichtigste und größte Stadt in Frankreich ist die Hauptstadt Paris mit rund 12 Millionen Einwohnern in der Agglomeration (Region Île-de-France). Die Großräume um Marseille, Lille und Lyon haben ebenfalls mehr als eine Million Einwohner.

Geschichte

Geschichte

Obwohl das Gebiet des heutigen Frankreichs bereits in früheren Jahrhunderten unter römischer Herrschaft stand und später den westlichen Teil des Frankenreichs bildete, beginnt eine eigenständige französische Geschichte erst mit der Aufteilung des Reichs Karls des Großen zwischen dessen Enkeln mit dem Vertrag von Verdun im Jahre 843.

Das französische Mittelalter war geprägt durch den Aufstieg des Königtums im stetigen Kampfe gegen die Unabhängigkeit des Hochadels und die weltliche Gewalt des Klerus, durch Teilnahme an verschiedenen Kreuzzügen und die Verfolgung von Ketzerbewegungen (wie z.B. der Albigenser), aber auch durch das Aufblühen der Städte, der Scholastik und der gotischen Architektur. Gleichzeitig vollzog sich die allmähliche Geburt der Nation und die Überwindung der englischen Ansprüche auf den Thron Frankreichs, welche zum Hundertjährigen Krieg führten und der letztlich mit dem völligen Verlust sämtlicher englischer Besitzungen auf dem Festland (mit Ausnahme von Calais) endete.

Mit der Eingliederung Burgunds und der Bretagne in den französischen Staat befand sich das Königtum auf einem vorläufigen Höhepunkt seiner Macht, wurde jedoch bald wieder durch den Konflikt mit den Habsburgern und vor allem durch die Religionskämpfe zwischen Katholiken und calvinistischen Hugenotten schwer erschüttert. Die Hugenotten wurden grausam verfolgt, es kam zu blutigen Ausschreitungen (wie beispielsweise in der Bartholomäusnacht im Jahre 1572), der Adel war gespalten in die Anhänger der protestantischen Bourbonen und der katholischen Guise. Erst nachdem sich die Stände in diesen Wirren verbraucht hatten, konnte die Krone wieder das Übergewicht erlangen und mit Heinrich IV. (Frankreich) den Weg zu einem einheitlichen absolutistischen Regime einschlagen.

Nachdem das Edikt von Nantes, erlassen im Jahre 1598, den Hugenotten vorläufig die bürgerliche Gleichberechtigung und religiöse Duldung gewährte und somit für eine gewisse innere Geschlossenheit sorgte, gelang es in der Folgezeit den Kardinälen Richelieu und Jules Mazarin, endgültig den absolutistischen Staat zu errichten.

Im Zuge der Ereignisse der Französischen Revolution 1789 wurde die mehr als 1.200 Jahre währende Monarchie gestürzt. So begann eine Periode des Umbruchs, in der wechselnd republikanische, napoleonisch-imperiale und monarchistische Staatsformen herrschten. Seit der Niederlage Napoleons III. im Jahre 1870 ist Frankreich eine Republik.

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg war Frankreich einer der Hauptgegner Deutschlands. Deutschland eroberte Frankreich 1940 und hielt es - mit Ausnahme der von einem Kollaborationsregime verwalteten "Zone libre" - bis 1944 besetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Frankreich seine größten Kolonien Vietnam und Algerien nach kriegerischen Auseinandersetzungen. Seit der Gründung der Fünften Republik 1958 hat der Präsident umfassende Exekutivgewalt.

Weinregionen

Weinregionen

Sowohl qualitativ als auch quantitativ ist Frankreich eines der bedeutendsten Weinbaugebiete der Erde. Internationale Standards orientieren sich bis heute an Frankreich, insbesondere dem Bordeaux-Wein, dem Burgund und dem Champagner. Paris ist Sitz des Internationalen Amt für Rebe und Wein. Auch bei der internationalen Bekanntheit von Rebsorten wie Chardonnay, Merlot oder Cabernet Sauvignon haben französische Sorten die Nase vorn. Frankreich ist außerdem trotz gesunkener Produktionszahlen weiterhin nach Italien der zweitgrößte Weinerzeuger der Welt. Im Jahr 2002 waren insgesamt 909.000 Hektar mit Reben bestockt. Die ca. 144.000 Weinbaubetriebe erzeugen jährlich 50 bis 60 Millionen Hektoliter Wein. Diese Menge entspricht ca 6,7–8 Milliarden Flaschen Wein, die zu zwei Dritteln im eigenen Land getrunken werden. Der Anteil der Rot- und Roséweine beträgt ca. 73 %, der Anteil der Weißweine 27 %. Die Weinbranche setzt jährlich ca. 8,4 Milliarden Euro um. Die Weltproduktion, die aktuell durch ständig neue Anbauflächen in den USA, Australien, aber auch Ländern wie der Volksrepublik China wächst, belief sich 1999 auf etwa 280 Millionen Hektoliter. Der Anteil Frankreichs an der Weltproduktion liegt etwa bei 20 % (Tendenz fallend), der wertmäßige liegt aufgrund des gehobenen Preisniveaus bei ca. 25 %.

Les principaux vignobles de France * Urheber: Lofo7 * creativecommons

Qualitätsstufen in Frankreich

Die französische Weinproduktion zählt zu den weltweit am besten überwachten Landwirtschaftsbereichen überhaupt. Jede abgefüllte Flasche gehört einer Qualitätskategorie an. Die oberste Stufe der Qualitätspyramide wird von den AOC-Weinen dargestellt. Es schließen sich die Vins Délimités de Qualité Supérieur – Weine (kurz VDQS), die Landweine (Vin de Pays) und die Tafelweine (Vin de Table) an. Die Kennzeichnung ist in den französischen Weinbaugebieten sehr unterschiedlich. So stellt das Weinbaugebiet Champagne mit über 32.000 Hektar eine einzige AOC dar. Die kleinste AOC hat dagegen kaum zwei Hektar Fläche. Innerhalb der AOC-Weine gibt es teilweise weitere Unterschiede zwischen regionalen, subregionalen und kommunalen AOCs, ohne dass dies dem Etikett zu entnehmen wäre. Generell gilt: Je kleiner das bezeichnete Gebiet ist, desto höher sind die Qualitätsanforderungen. Im Burgund spielen die Potenziale der Lagen zur Qualitätseinstufung eine große Rolle. Dementsprechend sind die einzelnen Appellationen recht klein, um den Unterschieden einzelner Lagen gerecht zu werden. Siehe hierzu auch den Artikel Grand Cru. Im Bordelais dagegen spielen die Châteaux, also die Weingüter, die Hauptrolle, deren Qualität in Klassifikationen) festgelegt ist. Die Appellationen umfassen daher mindestens den Rebbestand einer Gemeinde oder gar mehrerer gebietsverwandter Gemeinden, wie dies für die Appellation Margaux der Fall ist. Einzelne Lagen werden nicht erfasst. Natürlich weiß man bei der INAO auch, dass es innerhalb einer Appellation bessere und schlechtere gibt. Eine Klassifizierung der Weine erfolgt durch die AOC-Bezeichnung nicht.
Qualitätsweine sind, anders als in Deutschland, zumeist aus mehreren Rebsorten verschnitten. Sortenreine Weine herrschen lediglich im Elsass, im Burgund, in einigen Appellationen der Loire sowie der nördlichen Rhône vor.
Das Prinzip der kontrollierten Herkunftsbezeichnung (Appellation d'Origine Contrôlée) wurde zu Anfang des 20. Jahrhunderts entworfen und 1935 mit der Gründung der INAO (dem Institut National des Appellations D'Origine) in die Tat umgesetzt. Dieses Institut überwacht die mittlerweile über 400 Appellationen und schlägt Änderungen in der Gesetzgebung vor. Außerdem bestimmt die INAO, welche der Noch-VDQS Weine in den Rang einer AOC aufsteigen können. Mit lokalen Bestimmungen versucht man ganz bewusst, Traditionen und die Eigenständigkeit der einzelnen Regionen oder gar einzelner Gemeinden zu bewahren. Ausschlaggebend für die Einführung des rigorosen Qualitätssystems waren zunehmende Kriminalität rund um den Wein wie zum Beispiel das unerlaubte Beimischen preiswerterer Weine zum Strecken teuerer Produkte usw.
Mit den AOC-Bestimmungen werden nicht nur die Grenzen der zugelassenen Rebflächen gezogen. Innerhalb des Regelwerks jeder einzelnen AOC werden die zugelassenen Rebsorten definiert (möglicherweise sogar Mindestanteile gewisser Sorten innerhalb der Verschnitte), Mindestalkoholgehalte festgehalten und Ertragsbeschränkungen auferlegt. Die Bestimmungen umfassen auch Details zur Anzahl von Rebstöcken, die pro Hektar gesetzt werden müssen, sowie zu den zu verwendenden Erziehungssystemen der Reben. In manchen Gebieten, wie zum Beispiel der Champagne, werden sogar gewisse Produktionstechniken, wie zum Beispiel die maximale Saftausbeute beim Pressen, vorgeschrieben.

Weinproduktion in Frankreich innerhalb des Qualitätssystems
Der Anteil der AOC-Weine ist von 37 % (1989) auf 51 % (1999) gestiegen.

Weine aus kontrolliertem Herkunftsgebiet (AOC)
Rot- und Roséweine: 17,9 Millionen Hektoliter
Weißweine: 8,5Millionen Hektoliter
Gesamtproduktion: 26,4 Millionen Hektoliter (51 % der Gesamtproduktion)

Gehobene Tafelweine (Landweine)
Rot- und Roséweine: 13,4 Millionen Hektoliter
Weißweine: 2,8 Millionen Hektoliter
Gesamtproduktion: 16,2 Millionen Hektoliter (31 % der Gesamtproduktion)

Einfache Tafelweine
Rot- und Roséweine: 6,8 Millionen Hektoliter
Weißweine: 2,4 Millionen Hektoliter
Gesamtproduktion: 9,2 Millionen Hektoliter (18 % der Gesamtproduktion)

Geschichte des Weinbaus in Frankreich

Um 600 v.Chr. kamen die Phoker, griechische Einwanderer aus Kleinasien, nach Gallien und gründeten das heutige Marseille. Sie brachten die ihnen bekannten Rebsorten mit und pflanzten sie in Südfrankreich an. Da die Sorten aus einer warmen Klimazone kamen, gediehen sie nur in Gebieten, in der auch Feigen und Olivenbäume wachsen.
Ab dem 2. Jahrhundert wurde Marseille auch für die erstarkten Römer interessant, um Transportwege auf dem Landweg in Richtung Spanien abzusichern. Aus den gleichen Überlegungen entstand das heutige Narbonne sowie die römische Provinz Narbonensis. Im Rahmen ausgedehnter Handelsaktivitäten kam der Wein aus Südfrankreich bis nach Rom und Amphorenfunde im ehemaligen Gallien belegen einen beträchtlichen Konsum italienischen Weins ebenda.
Der griechische Schreiber und Geograf Strabon ist in seinem 7 v. Chr; veröffentlichten Werk Geographica noch der Meinung, dass nur die Regionen rund um Narbonne und Marseille aufgrund einer ähnlichen Vegetation wie in Italien für den Weinbau geeignet seien, der Rest Galliens jedoch zu weit nördlich liege. Schon im Jahr 38 n. Chr. berichtete er jedoch, dass die Ufer der Rhône von Reben bedeckt seien.
Im 1. Jahrhundert nach Christus bauten die Allobroger in der Nähe der heutigen Stadt Vienne im Rhônetal geharzte Weine an. Laut Plinius dem Älteren konnten sie für diese Ware hohe Preise durchsetzen.
Vom römischen Stützpunkt Narbonne dürften die Reben ihren Weg bis ins heutige Weinbaugebiet Gaillac gefunden haben. Archäologische Funde belegen die Herstellung von Amphoren bei Gaillac und Béziers während der zweiten Regierungszeit von Kaiser Augustus von 27 v. Chr. – 14 n. Chr.

Weinbaugebiete in Frankreich

Weinbauregion Beaujolais

Obwohl das Gebiet Beaujolais historisch zum Burgund gehört, bildet es aufgrund seines eigenständigen Weinstils, bei dem die Gamay-Rebe im Mittelpunkt steht, eine eigenständige Weinbauregion. Insgesamt umfasst das Beaujolais ca. 23.000 ha Rebfläche, erstreckt sich auf einer Länge von 50 km in Nord -Süd Richtung und ist maximal 15 km breit. Der Fluss Saône bildet den östlichen Rand des Gebiets. Im Westen wird das Gebiet von Ausläufern des Massif Central begrenzt. Die bis zu 1012 m hohen Hügel schützen die Rebflächen vor Schlechtwettereinflüssen.
Jährlich werden ca. 1,4 Millionen Hektoliter Wein erzeugt. Obwohl das Gebiet insbesondere in den Beaujolais-Cru-Gemeinden hervorragende Weine erbringt, wurde Beaujolais insbesondere durch den minderwertigen Beaujolais Nouveau bekannt, einem Wein, der im Schnellverfahren hergestellt wird und am dritten Donnerstag eines jeden Novembers mit viel Werbeaufwand auf den Markt gebracht wird.
Die kommunalen Appellationen des Beaujolais sind Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Moulin à Vent, Morgon, Régnié und Saint-Amour

Weinbauregion Bordeaux

Die Stadt Bordeaux gibt ihren Namen einer Weinbauregion mit 120.700 Hektar Rebfläche. Die Region erstreckt sich auf das gesamte Département Gironde. Der Anteil der Spitzenqualität ist hier höher als in jeder der anderen Regionen Frankreichs.
Jährlich werden ca. sieben Millionen Hektoliter Wein hergestellt. Die international bekannten Appellationen und Weingüter sind an dieser Menge mit ca. fünf Prozent beteiligt. Ein durchschnittliches Weingut im Bordeaux ist zwischen sieben und zehn Hektar groß. Innerhalb der letzten 20 Jahren wurden viele Weingüter zu größeren Einheiten zusammengefügt.
Die Weine sind in der Regel Cuvées (Verschnittweine), d.h. sie bestehen aus mehreren Rebsorten.
Die qualitative Spitze bilden die kommunalen Appellationen Margaux, Saint-Julien, Pauillac, Saint-Estèphe, Pessac-Léognan, Pomerol, Saint-Émilion, Sauternes und Barsac. Der Löwenanteil der Produktion entstammt der regionalen AOC Bordeaux bzw. Bordeaux Supérieur und den subregionalen Appellationen wie Entre-Deux-Mers, Graves und Médoc.

Weinbaugebiet Bordeaux * Zeichner: Domenico-de-ga * Datum: 24. Mai 2006 * Licensed under the GFDL by the author.

Weinbauregion Burgund

Die ostfranzösische Provinz Burgund ist bekannt durch ihre sortenreinen Rot- und Weißweine. Während die Rotweine aus der Rebsorte Pinot Noir hergestellt werden, sind die Weißweine Erzeugnisse der Chardonnay-Traube. Die besten Weine wachsen in den weltberühmten Grand-Cru-Lagen der Côte de Nuits und Côte de Beaune.
Die Weingüter in Burgund sind in der Regel kaum größer als 5 bis 6 Hektar. Fast jeder Winzer verfügt über eine Vielzahl kleinster Parzellen in verschiedensten Lagen. Diese Heterogenität liegt im französischen Erbrecht begründet und erklärt die herausragende Bedeutung der burgundischen Handelshäuser, die dem Endkunden ausreichende Mengen von Lagenweinen in verlässlicher Qualität liefern können.
Regionen: Chablis, Côte d'Or, Côte Chalonnaise, Mâconnais
Spitzenweine kommen aus den Orten Gevrey-Chambertin, Chambolle-Musigny, Morey-Saint-Denis, Vougeot, Vosne-Romanée, Nuits-Saint-Georges, Aloxe-Corton, Beaune, Pommard, Volnay, Meursault, Chassagne-Montrachet und Puligny-Montrachet.

Weinbauregion Champagne

Die Champagne mit den Weinbaumetropolen Reims und Épernay war die erste Weinbauregion weltweit, die Schaumwein in großen Mengen herstellte. Wie Bordeauxwein und Burgunder auch ist der Champagner ein Produkt mit weltweiter Vorbildfunktion. Selbst Winzer in Australien und Amerika versuchen, mit den gleichen Rebsorten (Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay) und Produktionsmethoden vergleichbare Erzeugnisse zu erzielen. Aber auch im eigenen Land sind die Crémants aus diversen Regionen Frankreichs ernstzunehmende Rivalen auf dem Markt des Luxus und der Lebensfreude. Aufgrund der weltweit hohen Nachfrage nach Champagner ist die Anbaufläche in den letzten Jahrzehnten auf rund 33.000 ha angewachsen, womit die maximale Ausdehnung nahezu erreicht ist.
Wichtigste Anbauregionen sind Montagne de Reims, Côte des Blancs, Vallée de la Marne, Côte des Bar

Weinbauregion Elsass

Die Region im Nordosten Frankreichs bringt zumeist sortenreine Weine mit einzigartigem Charakter hervor. Die Region gehörte historisch lange Zeit zu Deutschland, und so entstanden in dieser Gegend einzigartige Weine, die die Tugenden beider Länder ideal miteinander verbinden. Die Verwandtschaft mit Deutschland zeigt sich in der sortentypischen Fruchtigkeit der Rieslinge, Muscat, Pinot Gris und Gewürztraminer. Der französische Charakter spiegelt sich in der Geradlinigkeit und Wucht der zumeist trocken ausgebauten Weine.
Alle elsässischen Weine werden den Vorschriften entsprechend in typische hohe und schlanke Flaschen, die sogenannten flûtes, abgefüllt. Dies soll ein nachträgliches Panschen der Weine, wie es beim Verkauf von Fassware leicht möglich ist, verhindern oder zumindest erschweren.
Die Region Elsass bildet eine einzige Appellation, nur die Appellationen Alsace Grand Cru bezeichnen einzelne Lagen.

Weinbaugebiet Elsass * Zeichner: Domenico-de-ga * Datum: 24. Mai 2006 * Licensed under the GFDL by the author.

Weinbauregion Est

Das Weinbaugebiet im Osten Frankreichs liegt in den Departements Moselle und Meurthe-et-Moselle mit den Cotes de Moselle um Metz und den Cotes de Toul.

Weinbauregion Jura

Die Weinbauregion Jura liegt im Osten Frankreichs, zwischen Burgund und der Schweiz. In dieser – von anderen Weinbaugegenden isolierten Region – haben sich ungewöhnliche Rebsorten, eigene Traditionen und Anbautechniken sowie eigenwillige Weinarten erhalten.
Appellationen: Arbois, Côtes du Jura, L'Etoile, Château-Châlon

Weinbauregion Korsika

meist Tafelweine, erst seit 1976 gibt es die Appellation "Vin de Corse"
Der Weinbau auf Korsika genießt erst seit weingeschichtlich kurzer Zeit einen Ruf als Geheimtip und Qualitätswein erzeugende Region. Verantwortlich für die späte Etablierung Korsikas als Anbaugebiet hochwertiger Weine war vor allem die französische Eingliederungspolitik zugunsten der sog. "Pied-noir" (Algerien-Franzosen) auf der Insel. Diese brachten zwar modernere Anbau- und Kellereitechniken mit, erzeugten aber seit den frühen sechziger Jahren einen eher minderwertigen, sehr schweren Massenwein. Erst seit den Achtziger Jahren des 20. Jahrhundert fasste der Qualitätsweinbau auf Korsika dominierend Fuß. Neben den inzwischen 9 AOC-Gebieten entstehen auf der Mittelmeerinsel inzwischen auch qualitativ bemerkenswerte Vins de Pays, wie beispielsweise die Vins de Pays de l'île de beauté.

Weinbauregion Languedoc-Roussillon

Languedoc (Weinbaugebiet), Banyuls, Blanquette de Limoux, Clairette de Bellegarde, Clairette du Languedoc, Corbières, Costières de Nîmes, Coteaux du Languedoc, Côtes du Roussillon, Côtes du Roussillon-Villages, Faugères, Fitou, Maury, Minervois, Rivesaltes, Saint-Chinian, Vin Doux Naturel du Muscat, Frontignan

Weinbauregion Loire

Pays Nantais, Anjou-Saumur (u.a. Anjou, Bonnezeaux, Saumur und Savennières), Touraine (u.a. Bourgueil, Chinon und Vouvray), Sancerre

Weinbauregion Provence

Das Weinbaugebiet Provence erstreckt sich von Avignon bis zu den Seealpen über ein sowohl geologisch als auch klimatisch sehr heterogenes Gebiet. Insgesamt dominiert zwar ein warmes Mittelmeerklima, doch die unterschiedlichen Höhenlagen und der Einfluss kalter Luftströmungen überlagern diese Grundlage. Das Weinbaugebiet verfügt über die drei regionalen Appellationen Coteaux d'Aix-en-Provence, Coteaux Varois en Provence und Côtes de Provence sowie die fünf lokalen Appellationen Bandol, Bellet, Cassis, Les Baux-de-Provence und Palette.
Der Schwerpunkt der gesamten Weinproduktion der Provence liegt auf Roséweinen. Je nach Appellation werden die regionalen Unterschiede deutlich. So produziert die AOC Cassis überwiegende Weißwein aus den Rebsorten Clairette Blanche und Marsanne blanche. Dagegen werden im Westen der Provence vor allem die Rebsorten Braquet Noir, Folle Noir und Cinsault angebaut und zu Rot- und Roséweinen ausgebaut.

Weinbauregion Rhône

Das Rhônetal besteht aus zwei recht unterschiedlichen Regionen: Im nördlichen Teil, den Côtes du Rhône septentrionales wachsen auf 4100 ha überwiegend Steillagen rassige und lagerfähige, zumeist reinsortige Weine aus Syrah, Viognier, Marsanne und/oder Roussanne. Appellationen sind Château-Grillet, Condrieu, Cornas, Côte-Rôtie, Crozes-Hermitage, Hermitage und Saint-Joseph.
Im südlichen, zum Mittelmeer geöffneten, Teil des Rhônetals herrscht ein mediterranes Klima. Hier wachsen auf 69.000 ha Anbaufläche überwiegend Rotweine, denen die Grenache Körper und Geschmeidigkeit verleiht. Syrah und Mourvèdre geben ihnen eine festere Struktur. Die Spitze der Produktion bildet der Châteauneuf-du-Pape, Frankreichs körperreichster Wein. Weitere Gewächse sind Gigondas, Lirac, Tavel, Vacqueyras, Beaumes-de-Venise und Vinsobres. Der Löwenanteil der Produktion entfällt jedoch auf die regionalen und subregionalen Appellationen Côtes-du-Rhône, Côtes du Rhône Villages, Coteaux du Tricastin, Côtes du Ventoux, Côtes du Luberon, Côtes du Vivarais und Coteaux de Pierrevert.

Weinbauregion Savoyen

Weißweingegend, AOC- und VDQS-Weine

Weinbauregion Südwesten

Unter der Bezeichnung Sud-Ouest wurden so unterschiedliche Appellationen wie das Bergerac in der Nähe der Stadt Bordeaux und Irouléguy am Fuße der Pyrenäen (hier piémont genannt) mit insgesamt rund 15.000 Hektar Anbaufläche zusammengefasst. Die Region vereinigt einige der ältesten Weinbauflächen Frankreichs, ist jedoch weniger bekannt. Aufgrund der geografisch herausragenden Lage Bordeauxs wurden die Handelswege für den Export, die gewöhnlich über den Hafen abgewickelt wurden, immer zugunsten des Bordelais genutzt. Weine aus Cahors wurden gerne aufgrund ihrer tiefen Farbe zur Verbesserung der Farbstruktur von Bordeauxwein eingesetzt. Die Region Sud-Ouest konnte sich erst mit dem Aufkommen der Bahnverbindungen abnabeln und eigene Vermarktungswege schaffen. Dies erklärt, dass die Weine dieser Region immer noch über ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis verfügen.
Appellationen sind Bergerac mit Monbazillac, Montravel, Pécharmant und Saussignac, Buzet, Béarn, Cahors, Côtes du Brulhois (VDQS), Côtes de Duras, Côtes de Millau (VDQS), Côtes du Marmandais, Côtes de Saint-Mont, Côtes du Frontonnais, Vins d'Entraygues et du Fel (VDQS), Vins d'Estaing (VDQS), Gaillac, Irouléguy, Jurançon, Lavilledieu, Madiran, Marcillac, Pacherenc du Vic-Bilh, Tursan

Typische Rebsorten in den Anbaugebieten Frankreichs

Laut den im Jahr 2007 veröffentlichten Statistiken der Organisation ONIVINS betrug die im Jahr 2005 für den Weinbau bestockte Fläche 854.137 Hektar. Etwas mehr als 70 % dieser Fläche sind mit roten Rebsorten bepflanzt. Im Rahmen von Rodungsprogrammen der Europäischen Union wurden zwischen 1988 und 2000 über 90.000 Hektar Rebfläche gerodet. Davon vorwiegend betroffen war insgesamt die Region Languedoc-Roussillon.
War Jahrzehnte lang der vorwiegend in dieser Region angebaute Carignan der Spitzenreiter im Rebsortenspiegel Frankreichs, ist mittlerweile der Merlot auf Rang 1 der meistangebauten Sorte Frankreichs zu finden. Auf Rang 2 findet man die rote Sorte Grenache.
Rang 3 nimmt die weiße Sorte Ugni Blanc ein. Sie liefert einen Großteil des Grundweins für den Cognac. Carignan fiel mittlerweile auf den vierten Platz zurück. Es folgen die roten Syrah und Cabernet Sauvignon. Erst auf Platz 7 der Rangliste findet man die erste qualitativ hochwertig weiße Rebsorte, den Chardonnay.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Weinbau in Frankreich aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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