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Wednesday, 13. December 2017

Altstadt von Cáceres

Die spanische Stadt Cáceres (Provinz Cáceres, autonome Region Extremadura) wurde etwa 34 v. Chr. von den Römern unter dem Namen Norba Caesarina gegründet. Im 6. Jahrhundert wurden große Teile der Stadt durch die einfallenden Goten zerstört und erst 600 Jahre später von den Mauren wieder aufgebaut. Erst 1169 gelang es dem König von León, Fernando II., die Stadt zu erobern. Da sich das Königtum nicht in der Lage sah, die Verteidigung zu organisieren, wurde die Stadt dem neu gegründeten Santiagoorden übergeben. Bereits 1179 musste die Stadt wieder aufgegeben werden und erst Alfonso IX. von León gelang es 1229 endgültig, die Stadt für das Königreich León einzunehmen. Im 15. Jahrhundert litt Cáceres unter dem Befehl Isabellas, die, nachdem sie den Streit mit Beltraneja um die Thronfolge in Kastilien gewonnen hatte, anordnete, dass alle Türme der Häuser, deren Besitzer sie nicht unterstützt hatten, abzureißen waren. Nur zwei Paläste blieben unversehrt. Deshalb trägt Cáceres heute den Beinamen Enthauptete Hauptstadt.
Cáceres hatte Ende 2006 rund 91.000 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten
In Cáceres befindet sich mit dem Guayasamín House Museum das bislang einzige Museum Europas, das dem Werk des ecuadorianischen Malers Osvaldo Guayasamín gewidmet ist.
Neben dem von Istanbul ist der am höchsten Punkt der Altstadt in Fels gehauene Aljibe der größte Zisternenbau der Welt. Im Jahre 1986 erhielt der Ort den Status des UNESCO-Weltkulturerbes.
Ein besonderer Höhepunkt in Cáceres - für alle, die das Nachtleben genießen wollen - war "el botellón". Am Wochenende versammelten sich junge Leute vor dem Tor zur Altstadt, bevor sie in die Diskos gingen. Es konnte schon einmal vorkommen, dass sich dort bis zu 5.000 Leute trafen und zusammen feierten. Seit 2002 sind Botellones per Gesetz verboten, da die Jugendlichen teilweise Krawalle veranstalteten und die Umwelt verschmutzten.

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