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Sunday, 17. December 2017

Weinbauregion Bordeaux

Die Stadt Bordeaux gibt ihren Namen einer Weinbauregion mit 120.700 Hektar Rebfläche. Die Region erstreckt sich auf das gesamte Département Gironde. Der Anteil der Spitzenqualität ist hier höher als in jeder der anderen Regionen Frankreichs.
Jährlich werden ca. sieben Millionen Hektoliter Wein hergestellt. Die international bekannten Appellationen und Weingüter sind an dieser Menge mit ca. fünf Prozent beteiligt. Ein durchschnittliches Weingut im Bordeaux ist zwischen sieben und zehn Hektar groß. Innerhalb der letzten 20 Jahren wurden viele Weingüter zu größeren Einheiten zusammengefügt.
Die Weine sind in der Regel Cuvées (Verschnittweine), d.h. sie bestehen aus mehreren Rebsorten.
Die qualitative Spitze bilden die kommunalen Appellationen Margaux, Saint-Julien, Pauillac, Saint-Estèphe, Pessac-Léognan, Pomerol, Saint-Émilion, Sauternes und Barsac. Der Löwenanteil der Produktion entstammt der regionalen AOC Bordeaux bzw. Bordeaux Supérieur und den subregionalen Appellationen wie Entre-Deux-Mers, Graves und Médoc.

Weinbaugebiet Bordeaux * Zeichner: Domenico-de-ga * Datum: 24. Mai 2006 * Licensed under the GFDL by the author.

Weinbauregion Südwesten

Unter der Bezeichnung Sud-Ouest wurden so unterschiedliche Appellationen wie das Bergerac in der Nähe der Stadt Bordeaux und Irouléguy am Fuße der Pyrenäen (hier piémont genannt) mit insgesamt rund 15.000 Hektar Anbaufläche zusammengefasst. Die Region vereinigt einige der ältesten Weinbauflächen Frankreichs, ist jedoch weniger bekannt. Aufgrund der geografisch herausragenden Lage Bordeauxs wurden die Handelswege für den Export, die gewöhnlich über den Hafen abgewickelt wurden, immer zugunsten des Bordelais genutzt. Weine aus Cahors wurden gerne aufgrund ihrer tiefen Farbe zur Verbesserung der Farbstruktur von Bordeauxwein eingesetzt. Die Region Sud-Ouest konnte sich erst mit dem Aufkommen der Bahnverbindungen abnabeln und eigene Vermarktungswege schaffen. Dies erklärt, dass die Weine dieser Region immer noch über ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis verfügen.
Appellationen sind Bergerac mit Monbazillac, Montravel, Pécharmant und Saussignac, Buzet, Béarn, Cahors, Côtes du Brulhois (VDQS), Côtes de Duras, Côtes de Millau (VDQS), Côtes du Marmandais, Côtes de Saint-Mont, Côtes du Frontonnais, Vins d'Entraygues et du Fel (VDQS), Vins d'Estaing (VDQS), Gaillac, Irouléguy, Jurançon, Lavilledieu, Madiran, Marcillac, Pacherenc du Vic-Bilh, Tursan

Blaye

Zitadelle von Blaye, Fort Paté auf einer Insel in der Gironde und die Zitadelle von Cussac-Fort-Médoc

Zitadelle von Blaye, Fort Paté auf einer Insel in der Gironde und die Zitadelle von Cussac-Fort-Médoc sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Festungsanlagen von Vauban

Festungsanlagen von Vauban ist der Name einer Welterbestätte, die wichtige Festungsbauwerke des französischen Baumeister Sébastien Le Prestre de Vauban (1633-1703) zusammenfasst. Die UNESCO entschied 2008, zwölf besonders beispielhafte und gut erhaltene Anlagen durch Aufnahme in die Liste des Welterbe auszuzeichnen.
Die dreizehn Orte, in denen diese Bauwerke liegen, haben sich unter dem Namen Réseau des sites majeurs Vauban (Netzwerk der Vauban-Hauptorte) 2005 zusammengeschlossen und die Bewerbung beim Welterbekomitee vorangetrieben.
Zwei vorgeschlagene Anlagen wurden vom Komitee abgelehnt: In Belle-Île-en-Mer sei durch einen Hotelbau die Authentizität gefährdet, und das Schloss von Bazoches, der Wohnsitz Vaubans, sei keine Festungsanlage.

Liste der aufgenommenen Bauwerke

  •     Zitadelle von Arras
  •     Zitadelle, Stadtmauer und Fort Griffon in Besançon
  •     Zitadelle von Blaye, Fort Paté auf einer Insel in der Gironde und die Zitadelle von Cussac-Fort-Médoc
  •     Festungssystem von Briançon
  •     Dorée-Turm in Camaret-sur-Mer
  •     Befestigte Oberstadt von Longwy
  •     Mont-Dauphin
  •     Mont-Louis
  •     Neuf-Brisach
  •     Saint-Martin-de-Ré
  •     Saint-Vaast-la-Hougue: Türme und Befestigungen auf den Inseln La Hougue und Tatihou
  •     Fort Libéria und Stadtmauer in Villefranche-de-Conflent

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Altstadt von Bordeaux

Vieux Bordeaux (Altstadt)

Der historische Kern von Bordeaux ist das Gebiet innerhalb der ehemaligen Stadtmauer. Seit 2007 steht Bordeaux, Port de la Lune unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes. Es wird durch die ringförmige Struktur der Cours und dem Garonne-Ufer begrenzt und von zwei Hauptachsen geteilt:

Von Norden nach Süden verläuft die fast eineinhalb Kilometer lange, heute vollständig zur Fußgängerzone gestaltete Rue Sainte-Catherine vom Place du Grand Théâtre bis zur Place de la Victoire, wo die alten Gebäude der Universität stehen. Hier und westlich davon liegt das Geschäftsviertel von Bordeaux mit Handels- und Dienstleistungsschwerpunkt, östlich bis zur Garonne überwiegt – teils sehr alte – Wohnbebauung.

Die Ost-West-Achse wird durch den Pont de Pierre gebildet, die einzige Brückenquerung innerhalb des historischen Zentrums. Ihre Fortführung bildet der Cours Victor Hugo. Nördlich überwiegen Wohn- und Geschäftslagen gehobenen bis sehr hohen Standards, südlich einfache Lagen.

Im Nordwestteil (Viertel: Quinconces, Hôtel de Ville) finden sich feine Restaurants und Cafés, repräsentative Niederlassungen von Banken und Finanzdienstleistern, Kinos und Einzelhandel für den gehobenen bzw. Luxusbedarf. Hier liegt das schon zu Zeiten der Intendanten so genannte Triangle d’or (Goldenes Dreieck), ein fast gleichseitiges Dreieck, das aus drei Alleen gebildet wird und als Schaufenster des feinen Bordeaux gilt. Im Nordostteil (Viertel: Saint-Pierre, Saint-Eloi) befinden sich Restaurants, Hotels und Kneipenviertel. Der ursprünglich alternative Charme weicht langsam einem gewissen Chic. Der Südwestteil (Viertel: Victoire) ist stark studentisch geprägt, aber auch bevorzugter Wohnort der Mittelschicht. Im Südosten (Viertel: Capucins, Saint-Michel, Sainte-Croix) überwiegen einkommensschwache Bevölkerungsschichten (Alte, Arbeiter, Arbeitslose, Immigranten).

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